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Bausteine guter Prompts
Ein guter Prompt ist wie ein gutes Briefing: Er macht für die KI eindeutig, was du brauchst, wofür du es brauchst und wie das Ergebnis aussehen soll. Entscheidend sind dabei sechs Bausteine:
- Klares Ziel
Was soll am Ende herauskommen (z.B. Übungsdialog, E‑Mail, Konzept) und wozu? - Kontext & Zielgruppe
In welchem Setting wird es genutzt und für wen ist es gedacht (Vorerfahrung, Branche, Rahmenbedingungen)? - Persona/Rolle der KI
Wer soll die KI sein (z.B. „GFK‑Coach“, „kritische Führungskraft im Rollenspiel“, „Prüfer:in“)?
Eine gute Persona enthält typischerweise: Expertise-Level, Haltung/Ton (z.B. wertschätzend), Aufgabenfokus und ggf. typische Verhaltensweisen. - Konkrete Aufgabe & Vorgehen
Welche Schritte soll die KI ausführen (z.B. erst Rückfragen, dann Rollenspiel, dann Feedback)? - Output-Format & Qualitätskriterien
In welcher Form (z.B. kurze Turns, Tabelle, Bulletpoints), in welchem Ton, mit welchen Kriterien (z.B. GFK: Beobachtung–Gefühl–Bedürfnis–Bitte)? - Grenzen, No‑Gos & Rückfragen
Was soll die KI nicht tun (z.B. Therapie/Diagnosen), und wann soll sie erst nachfragen, statt zu raten?
Beispiel Brainstorming mit generativer KI
Hier ein einfaches Beispiel für ein Brainstorming mit KI:
# Persona
Du bist [eine Ingenieurin| ein Landwirt | ein Grundschulkind]
# Aufgabe
Nenne mir aus Sicht jeder dieser Personen [5 Ideen, was man mit einer Büroklammer machen kann]
# Ziel
Es sollen möglichst viele [unkonventionelle | kreative | einfache] Ideen entstehen.
# Ausgabeformat:
Clustere die Ergebnisse, Schreibe zu jeder Idee, von welcher Persona sie kommt
Prompt-Vorlagen
Hier findest du einige Prompt‑Vorlagen, die ich dir erstellt habe. Sie setzen genau diese Punkte systematisch um: Sie helfen dir, alle wichtigen Informationen strukturiert zu liefern und dadurch konsequent bessere, verlässlichere Ergebnisse zu bekommen.
Kopiere die Texte in dein Chat-Fenster und ersetzt die Platzhalter mit deinen Anforderungen:
ROLLE:
Du bist [Rolle/Expertise].
ZIEL:
Erstelle [Ergebnis], damit ich [Nutzen].
KONTEXT:
[Wofür ist das? Zielgruppe? Hintergrund?]
INPUT:
Hier sind die Daten/Notizen:
[...einfügen...]
ANFORDERUNGEN:
- Ton/Stil: [...]
- Länge/Detailgrad: [...]
- Muss enthalten: [...]
- Darf nicht enthalten: [...]
AUSGABEFORMAT:
Gib das Ergebnis als [z.B. Tabelle / Bulletpoints / Schritt-für-Schritt] aus.
QUALITÄT:
Wenn Informationen fehlen, stelle mir zuerst bis zu [3–7] gezielte Rückfragen.
Schreibe einen Text für: [Zielgruppe]
Zweck: [informieren/überzeugen/verkaufen/erklären]
Kernbotschaft: [...]
Rahmen: [Länge, Ton, Kanal]
Bausteine/Infos: [...]
Bitte 3 Varianten + eine kurze Begründung, welche Variante wann passt.
Persona: Du bist ein [...]
Analysiere folgendes Problem: [...]
Kontext: [...]
Daten: [...]
Ziel: eine Empfehlung mit Pro/Contra, Risiken, Annahmen, nächster Schritt.
Ausgabe als Tabelle + danach klare Empfehlung in 5 Sätzen.
Wenn Daten fehlen: stelle Rückfragen.
Materialien Workshop
Link zur Aufzeichnung: Aufzeichung KI-Kompetenz WS1.mp4
Präsentation: Handout KI Kompetenz_WS1.pdf
Chat-Verläufe mit ChatGPT zum Nachlesen:
Erstellen eines Prompts, zur Zusammenfassung eines Zeitungsartikels: https://chatgpt.com/share/69b04b0e-9c38-8005-b0c4-09ab971ab83e
Büroklammer-Beispiel zur Nachlesen: https://chatgpt.com/share/69b04b0e-9c38-8005-b0c4-09ab971ab83e
Vertiefung
Willst du mehr lernen über die Funktionsweise von KI, schau dir dieses Video an. Im Anschluss kannst du ein kurzen Selbsttest machen, um zu prüfen, was du gelernt hast.
Aufgabe
Zeit-Artikel
https://www.zeit.de/arbeit/2026-02/fehler-kuenstliche-intelligenz-haftung-arbeit?freebie=ded23970
Wer haftet, wenn man mit KI Fehler macht?
Künstliche Intelligenz soll die Arbeit erleichtern, doch dabei passieren häufig auch Fehler. Zwei Arbeitsrechtler erklären, wer am Ende dafür geradestehen muss.
5. März 2026, 14:48 Uhr
11 Min.
Wer künstlicher Intelligenz blind vertraut, muss manchmal dafür büßen. Wie etwa ein Anwalt für Familienrecht aus Köln, der in einem Prozess zwischen Eltern Fachliteratur und Urteile zitierte, die eine KI offenbar frei erfunden hatte.
Der Richter rügte den Anwalt, dass solche Falschangaben „die Rechtsfindung erschweren, den unkundigen Leser in die Irre führen und das Ansehen von Rechtsstaat und Anwaltschaft schädigen“. Seitdem diskutieren Juristen auf dem Karriereportal LinkedIn über den Fall.
Über rechtliche Konsequenzen für den Anwalt ist bisher nichts bekannt. Das Verfahren drehte sich eigentlich um einen Vater, der sein Kind öfter sehen wollte, die falschen Zitate waren nur ein Randaspekt.
In der Urteilsbegründung hieß es aber, der Anwalt habe „bewusst Unwahrheiten“ verbreitet und somit gegen Grundpflichten verstoßen. Auch ohne rechtliche Konsequenzen dürfte das dem Ruf des Anwalts geschadet haben.
Eine Datenbank listet bereits 900 solcher Fälle auf
Bisher gibt es zu solchen Fällen in Deutschland noch keine Rechtsprechung, sagt der Arbeitsrechtler Michael Fuhlrott. Er rechnet jedoch damit, dass die Gerichte in den nächsten ein, zwei Jahren etliche solche Fälle bearbeiten müssen. Denn ein einzelner Ausrutscher ist der Fall aus Köln sicher nicht.
Schätzungen zufolge nutzen weltweit inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen regelmäßig KI-Systeme wie ChatGPT, immer häufiger auch im Beruf. Je mehr sie dort eingesetzt werden, desto öfter passieren Fehler. Angestellte schreiben beispielsweise Geschäftsgeheimnisse in externe KI-Programme, verwenden urheberrechtlich geschützte Bilder oder übernehmen ungeprüft Rechercheergebnisse wie der Anwalt aus Köln.
Wie wollen wir arbeiten? Was tun, wenn demnächst Millionen Fachkräfte fehlen? Und sind jüngere Menschen wirklich so faul, wie manche ältere behaupten? Wir beantworten in unserem Newsletter wichtige Fragen zur Arbeitswelt.
Ein französischer Jurist hat in einer Datenbank bereits mehr als 900 solcher Fälle allein aus dem Rechtsbereich gesammelt. Sieben davon aus Deutschland. In einer anderen Branche, den Medien, wurde kürzlich der Sender ZDF massiv für einen Fehler kritisiert. Das heute journal hatte in einem Videobeitrag über die US-Einwanderungsbehörde ICE KI-generierte Bilder gezeigt, ohne sie als solche kenntlich zu machen. Der Sender zog die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht daraufhin von ihrem Posten ab.
Beschäftigte sind nach außen nur Erfüllungsgehilfen ihres Unternehmens.
Michael Fuhlrott
Die zentrale Frage lautet also: Wer muss dafür haften, wenn Beschäftigte mit künstlicher Intelligenz Fehler verursachen und das Unternehmen dadurch Schaden nimmt? Der Arbeitgeber? Die Arbeitnehmerin? Vielleicht sogar beide?
„Wenn Beschäftigte Fehler mit KI machen, wird das dem Arbeitgeber zugerechnet“, sagt der Arbeitsrechtler Michael Fuhlrott. Die Firma sei stets „der erste Ansprechpartner“, wenn daraufhin Schadensersatz gefordert wird. „Denn Beschäftigte gelten nach außen hin nur als Erfüllungsgehilfen ihres Unternehmens“, sagt Fuhlrott
Unternehmen können das Recherchieren mit KI verbieten
Intern hingegen kann der Arbeitgeber versuchen, sich einen Teil des Schadens vom Beschäftigten später zurückzuholen. Dazu muss ein Gericht aber feststellen, wie viel Schuld der Angestellte tatsächlich trägt. Grundsätzlich müsse jedem Beschäftigten klar sein, dass KI-Programme vom Gesetzgeber genauso bewertet werden wie jedes andere Arbeitswerkzeug, etwa Taschenrechner oder Übersetzungsprogramme. „Fehler lassen sich nicht einfach auf das KI-System schieben“, sagt Fuhlrott. Die Ergebnisse muss man also immer selbst noch mal prüfen.
Entscheidend ist außerdem, ob der Arbeitgeber erlaubt hat, KI zu nutzen. Und falls ja, welche Regeln er dazu aufgestellt hat. Eine Anwaltskanzlei könne ihren Angestellten zum Beispiel verbieten, juristische Kommentare mit ChatGPT zu recherchieren. Oder Redaktionen, dass Artikel mithilfe einer KI geschrieben oder umgeschrieben werden. Das alles müsse berücksichtigt werden, um die Schuldfrage zu klären.
Arbeitsgerichte unterscheiden dabei zwischen leichter, mittlerer und grober Fahrlässigkeit. Von einer leichten geht man Fuhlrott zufolge aus, wenn eine Angestellte sich beispielsweise einen Text von einer KI schreiben lässt, ihn überprüft, aber einen Zahlendreher nicht bemerkt. Juristinnen sprechen dann von „Augenblicksversagen“. Angestellte können in solchen Fällen zumeist nur ermahnt werden.
Bei mittlerer Fahrlässigkeit kann der Schaden aufgeteilt werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin. Denkbar wäre dies, wenn ein Angestellter aus mangelnder Sorgfalt sensible Daten eines Kunden in eine KI eingibt, nachdem er sich zuvor immer an die Vorgaben gehalten hat. In diesem Fall können Angestellte abgemahnt, und falls sie den Fehler mehrfach wiederholen oder besondere Folgen verursachen, auch gekündigt werden.
Ein Schaden kann geteilt werden
Wird der Schaden aufgeteilt, achtet man laut Fuhlrott in der Regel darauf, dass die Summe für den Angestellten „zumutbar“ bleibt. Üblich sei etwa ein Bruttomonatslohn oder in schweren Fällen auch mal ein Vielfaches davon, aber eben keine Millionen, sagt der Anwalt. Angesichts der oft hohen Schadenssummen bei Unternehmen würde eine gleiche Aufteilung die Angestellten sonst sofort in die Privatinsolvenz treiben.
Beispielsweise musste das Marktforschungsunternehmen Deloitte der australischen Regierung einen Teil ihres Honorars von umgerechnet 250.000 Euro zurückzahlen. Es hatte einen Report abgeliefert, der zahlreiche Quellenangaben und Fußnoten enthielt, die eine KI offenbar frei erfunden hatte. Das Unternehmen musste sich öffentlich erklären. Der Fall war besonders peinlich, weil Deloitte selbst Unternehmen zum Einsatz von KI berät und vor genau solchen Fehlern warnt.
Viele Unternehmen bereiten die Angestellten nicht richtig auf KI vor
Bei grober Fahrlässigkeit müssen Angestellte die volle Schadenssumme zahlen. Diese kann etwa vorliegen, wenn jemand bewusst und wiederholt ungeprüft KI-Inhalte übernimmt – etwa aus Bequemlichkeit. Auch hier droht eine Abmahnung oder im Extremfall sogar die Kündigung. Außerdem kann nach Fuhlrotts Einschätzung Arbeitszeitbetrug vorliegen. Wer innerhalb eines Tages eine Präsentation erstellen soll, sie aber binnen kürzester Zeit von einer KI generieren lässt und sich ansonsten ausruht, liefere schließlich seine vertraglich vereinbarte Arbeitsleistung nicht.
Die Schuldfrage hängt aber auch davon ab, ob und wie tiefgreifend das Unternehmen seine Angestellten zum Einsatz von KI schult. Laut der KI-Verordnung der Europäischen Union sind Firmen dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine „ausreichende KI-Kompetenz zu vermitteln“. Sie sollen sicherstellen, dass die Beschäftigten die Funktionsweise der KI-Systeme verstehen und deren Möglichkeiten und Grenzen einschätzen können. Wie genau solche Maßnahmen auszusehen haben, sagt die Verordnung allerdings nicht. Sie sieht auch keine Aufsichtsbehörden und keine KI-Beauftragten in Unternehmen vor.
„Wenn Unternehmen sich an die KI-Verordnung nicht halten, also Arbeitnehmer etwa nicht schulen, verletzen sie ihre Sorgfaltspflicht“, sagt die Anwältin für Arbeitsrecht Saskia Steffen. Dann sei es wiederum wahrscheinlich, dass ausschließlich sie bei Fehlern haften. Nach ihrem Eindruck mangelt es in vielen Betrieben noch an gut aufgesetzten Schulungskonzepten. „Künstliche Intelligenz wurde in vielen Betrieben eingeführt und war plötzlich einfach da, ohne dass die Angestellten richtig darauf vorbereitet oder ausreichend mit den Systemen vertraut gemacht worden sind.“
Steffen empfiehlt Unternehmen, in internen KI-Richtlinien möglichst genau zu regeln, welche Programme genutzt werden dürfen und was erlaubt ist und was nicht. Betriebsräte müssen laut Steffen frühzeitig informiert werden, bevor KI-Systeme eingeführt werden. Auch müssen die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer mit ihnen besprochen werden. Wird KI eingesetzt, um zum Beispiel die Leistung von Angestellten zu messen, dürfen Betriebsräte mitbestimmen, wie das ablaufen soll. Beschäftigte wiederum sollten sich laut Steffen unbedingt an interne KI-Richtlinien halten. Andernfalls verletzten sie ihren Arbeitsvertrag und riskieren eine Abmahnung oder sogar Kündigung.
Problematisch sei zudem, wenn plötzlich erwartet wird, dass Angestellte durch KI in kürzerer Zeit mehr leisten. „Soll ein Anwalt auf einmal vier statt zwei Schriftsätze in der Woche vorlegen, steigt zwangsläufig auch das Fehlerrisiko“, sagt Steffen. Die Fehlerursache bei einer solchen Arbeitsverdichtung liege nicht mehr nur beim Beschäftigten, sondern auch in der Arbeitsorganisation des Unternehmens. Auch damit, sagt Steffen, könne sich die Schuld zum Arbeitgeber verschieben.
Wie streng Arbeitsgerichte KI-Fehler letztlich ahnden, werden aber erst die Verfahren zeigen, die bereits erwartet werden. Eine kleine Vorahnung, was passieren könnte, bekommt man aus den USA: Ein Gericht in New York hat zwei Anwälte bereits 2023 zu einer Geldstrafe von 5.000 US-Dollar verurteilt. Auch sie hatten – wie in Köln – von einer KI erfundene Gerichtsentscheidungen zitiert.
Prompt-Vorlagen
Hier findest du einige Prompt-Vorlagen als Anregung, wie man mit KI in Co-Creation mit einem Text arbeiten kann.
Meinen Chat-Verlauf in ChatGPT kannst du hier nachlesen.
Das tolle an der Arbeit mit KI:
Die grundlegenden und konzeptionellen Gedankenkommen vor Dir.
Die Fleißarbeit macht die KI.
Du kannst einen Prompt selbst schreiben, wie z.B. diesen:
Ich möchte, dass du die wichtigsten Aussagen aus folgendem Zeitungsartikel für mich zusammen fasst.
Welche Info brauchst du noch?
Allerdings wird das Ergebnis besser, wenn dein Prompt differenziert formuliert ist. Das kann die KI für die übernehmen.
So erstellt die KI für dich die perfekten Prompts. Hier ein Beispiel:
Ich möchte, dass du die wichtigsten Aussagen aus folgendem Zeitungsartikel für mich zusammen fasst.
Erstelle den perfekten Prompt für diese Aufgaben.
Welche Info brauchst du noch?
Ergebnis ist dieser Prompt, den du in ein neues Chat-Fenster kopierts:
#Aufgabe:
Fasse den folgenden Zeitungsartikel präzise zusammen.
#Fokus:
1. Alle wichtigen Informationen, Zahlen und Fakten zum Thema „Halluzinationen bei KI“.
2. Aussagen zur Haftungsfrage bei Fehlern durch KI (z. B. wer verantwortlich ist, rechtliche Einschätzungen, Beispiele).
3. Die Beispiele für Fehler durch KI samt Konsequenzen 3. Relevante Studien, Statistiken oder konkrete Fälle.
#Ausgabeformat:
- Stichpunktliste
- Maximal 10–15 Punkte
- Zahlen, Prozentwerte und Studienergebnisse unbedingt enthalten
- Zitate oder Kernaussagen zur Haftung kurz paraphrasieren
- Keine allgemeinen Einleitungen oder Kommentare
#Text:
[hier den Text einfügen]
Du kannst dir von der KI aus Vorschläge für spezifische Texte machen lassen:
Machen mir Vorschläge für humorvolle LinkedIn-Post auf Basis dieses Artikels. Nenne mir zunächst die vorgeschlagenen Themen.
Basis-Prompttechniken
Video-Reihe zu Promptarten für die Arbeit mit Texten
In dieser Videoreihe erhältst du einen systematischen Überblick über die wichtigsten Promptarten für die Arbeit mit vorhandenen Texten. Schritt für Schritt lernst du, wie du Informationen herausfiltern, Texte umgestalten oder völlig neue Inhalte entwickeln kannst. So bekommst du eine klare Struktur an die Hand, um deine Prompts gezielt und wirkungsvoll einzusetzen – statt einfach nur auszuprobieren. Die Videos sind praxisnah aufgebaut, leicht verständlich und zeigen dir, wie du mit KI-Tools effizienter, kreativer und strukturierter arbeiten kannst.
Alle Informationen aus den Videos sowie die Prompts kannst du außerdem auf der Website der Digitalprojekte NA nachlesen.

Lernbibliothek
10 Prompt-Hacks für gute Texte
Hier findest du 10 Bausteine, die du in deine Prompts für gute Texte integrieren kannst:
- Schreibe ressourcenorientiert – Betone Lösungen, Stärken und vorhandene Möglichkeiten.
- Schreibe wie man spricht – Nutze eine natürliche, umgangssprachliche Ausdrucksweise.
- Schreibe in einfacher Sprache – Vermeide Fachbegriffe und komplexe Satzstrukturen.
- Schreibe formell und sachlich – Halte einen professionellen, neutralen Ton ein.
- Schreibe emotional und ansprechend – Nutze bildhafte Sprache und wecke Gefühle.
- Schreibe prägnant und knapp – Formuliere kurz und auf den Punkt gebracht.
- Schreibe humorvoll und locker – Integriere Witze oder spielerische Elemente.
- Schreibe wissenschaftlich und präzise – Nutze Fachtermini und klare Definitionen.
- Schreibe motivierend und inspirierend – Betone Ziele, Erfolge und positive Perspektiven.
- Schreibe kreativ und bildhaft – Nutze Metaphern, Vergleiche und lebendige Beschreibungen.
Aufgabe
Der KI den eigenen Schreibstil beibringen
Nachvollziehbar: Wenn ich der KI einen dreizeiligen Prompt gebe, um einen Text zu schreiben, kommt beliebiger Einheitsbrei heraus. Wie sollte es auch anders sein.
Wie schaffe ich es also, dass mein KI-Tool so schreibt, dass es sich nach mir anhört – nur ein bisschen präziser oder besser strukturiert. Auf alle Fälle soll es sich nach mir anhören und nicht nach KI-Jargon.
Hier eine 4-Schritt-Anleitung:
1. Gute eigene Texte nutzen
Sammele zunächst Text von Dir, mit denen du zufrieden bist
Suche 3-5 Texte, die du geschrieben hast und die du selbst gut findest. Ziel ist, dass dein KI-Tool für dich in diesem Stil schreibt.
Hilfreich ist, wenn die Texte aus einem ähnlichen Kontext kommen wie die texte, die du mit KI schreiben möchtest. Wills du z.B. Marketingtexts für deine Webseite schreiben, sollten die Beispieltext auch etwas mit Marketing zu tun haben.
Möchtest Du Schulungsunterlagen schreiben, sollten auch die Beispieltext aus dem Trainingsbereich kommen. Gleiches gilt, wenn es sich um Post für Social Media handelt.
Eine Testumfang von 2000-3000 Zeichen pro Text ist ein guter Maßstab.
2. Texte analysieren mit KI
Lass deinen Schreibstil von der KI analysieren und beschreiben
Dazu brauchst du natürlich einen passenden Prompt. Der einfachste Prompt lautet:
Analysiere meinen Schreibstil. Wie klinge ich?
Dieser Prompt ist allerdings wenig differenziert. Wie du ja schon gelernt hast, kann KI dir helfen, den perfekten Prompt zu schreiben. Hier die entsprechende Promptvorlage:
Ich möchte mit KI Texte in meinem eigenen Schreibstil verfassen. Dazu soll die KI meinen Schreibstil anhand von 2-5 Beispieltexten von mir analysieren. Schreibe den perfekten Prompt zur Analyse meines Schreibstils. Welche Infos brauchst du noch?
Das Ergebnis ist dieser Prompt:
Du bist ein Experte für linguistische Stilanalysen.
Aufgabe:
Analysiere meinen persönlichen Schreibstil anhand der folgenden Beispieltexte.
Ziel ist es, ein präzises Stilprofil zu erstellen, das später von einer KI genutzt werden kann, um neue Texte in meinem Stil zu schreiben.
Analysiere insbesondere:
1. Ton und Haltung
- formell / informell
- sachlich / emotional
- direkt / indirekt
2. Satzstruktur
- durchschnittliche Satzlänge
- Nutzung von Haupt- und Nebensätzen
- Rhythmus der Sätze
3. Wortwahl
- typische Wörter oder Formulierungen
- Fachbegriffe
- Abstraktionsgrad
- aktive vs. passive Sprache
4. Struktur
- typische Absatzlängen
- Aufbau von Argumenten
- Einleitungen und Schlussformulierungen
5. Stilistische Eigenheiten
- wiederkehrende Muster
- rhetorische Mittel
- typische Übergänge
- Perspektive (ich / wir / neutral)
6. Klar erkennbare Stilregeln
Formuliere am Ende 10–20 konkrete Regeln, mit denen eine KI meinen Stil reproduzieren kann.
7. Stil-Fingerprint
Erstelle eine kurze Stilbeschreibung (max. 120 Wörter), die meinen Schreibstil zusammenfasst.
Beispieltexte:
TEXT 1:
[Text einsetzen]
TEXT 2:
[Text einsetzen]
TEXT 3:
[Text einsetzen]
TEXT 4:
[optional]
TEXT 5:
[optional]
Ergebnis diese Schrittes ist eine persönliches „Stil-Profil“, mit dem du zukünftig Texte schreiben kannst, die nach dir klingen.
3. Texte schreiben lassen
Lass die KI einen ersten Entwurf für deinen Text schreiben
Jetzt kommt das eigentliche Schreiben deines Textes. Auch hier kannst du entweder einen Prompt selbst schreiben. Unter dem Platzhalter: [FÜGE HIER DAS STIL-PROFIL AUS DER ANALYSE EIN] fügst du das Stil-Profil ein, da dir die KI im vorherigen Schritt erstellt hat.
Schreibe einen Text zu folgendem Thema:
[DEIN THEMA/DEINE STICHPUNKTE]
Nutze dabei meinen persönlichen Schreibstil:
[FÜGE HIER DAS STIL-PROFIL AUS DER ANALYSE EIN]
Vermeide KI-Floskeln wie 'In der heutigen Welt...', 'Zusammenfassend...' oder 'Es ist wichtig zu beachten...'
Halte dich strikt an meine typische Satzlänge und Wortwahl
Welche Informationen brauchst du noch, um den perfekten Text für mich zu schreiben?
4. Text prüfen und überarbeiten
Überprüfe den Text und passe ihn individuell an
Jetzt der Feinschliff: Die Arbeit der KI überprüfen und überarbeiten.
Lese den Text kritisch und passe ihn an.
Bei der Überarbeitung kannst du dir natürlich auf Hilfe von der KI holen.
Hier einige Promptbeispiele:
A. Aufgabe und Ziel des Textes klären
Du bist ein aufmerksamer Leser.
Beschreibe zuerst in deinen eigenen Worten, was deiner Meinung nach die Aufgabe dieses Textes ist und welches Ziel er verfolgt.
Beschreibe außerdem, welche Zielgruppe angesprochen wird und welchen Nutzen sie aus dem Text ziehen soll.
Nutzen:
- prüft, ob die Botschaft verständlich ist
- zeigt, ob Ziel und Wirkung beim Leser ankommen
B. Leserreaktion und Verständlichkeit
Du bist ein Leser dieses Textes.
Beschreibe deine spontane Wahrnehmung beim Lesen:
Nutzen:
- simuliert echtes Leserfeedback
- zeigt konkrete Verständlichkeitsprobleme
C. Zielgruppenbasierte Verbesserung
Analysiere den Text aus Sicht der folgenden Zielgruppenpersona:
Persona: [Beschreibung einsetzen]
Welche Inhalte sind für diese Persona besonders relevant?
Welche Informationen fehlen oder bleiben unklar?
Welche konkreten Verbesserungen würdest du empfehlen?
Metapromt Kochassistenz
Metaprompt:
KI-Kochassistent Rolle: Du bist ein KI-Kochassistent.
Dein Ziel ist es, ressourcenorientierte, alltagstaugliche Rezeptideen aus vorhandenen Zutaten zu entwickeln.
Ablauf:
Frage die Nutzerin oder den Nutzer klar und strukturiert nach den vorhandenen Lebensmitteln (z. B. Zutaten, Gewürze, Basisprodukte).
Warte auf die Antwort.
Analysiere die genannten Lebensmittel.
Generiere genau drei unterschiedliche Rezeptvorschläge ausschließlich auf Basis der angegebenen Zutaten (optionale Basiszutaten wie Salz, Pfeffer, Öl dürfen angenommen werden).
Ausgabeformat:
Für jeden Rezeptvorschlag: Titel des Gerichts Kurze Beschreibung Zentrale verwendete Zutaten Rahmenbedingungen: Keine zusätzlichen Kommentare oder Bewertungen. Fokus auf Umsetzbarkeit und vorhandene Ressourcen. Klar, sachlich, knapp.
